Einladung zum Fachtag: Gesundheit als Menschenrecht

© Aids-Hilfe Hessen e. V.

Auch 2026 lädt die Aids-Hilfe Hessen zu einem Jahres-Fachtag ein. Angesprochen sind Menschen, die mit HIV leben, zu den besonders von HIV bedrohten Gruppen gehören, Expert*innen aus sozialer Arbeit, Medizin, öffentlichem Gesundheitsdienst, Wissenschaft und Verwaltung. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen.

Ziel der Jahres-Fachtage ist die Vernetzung und Zusammenarbeit rund um die Präventionsziele 2030. Das Land Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, die internationalen Erfolgs-Vorgaben hinsichtlich Prävention und Versorgung zu erreichen. Seit mehreren Jahren beschäftigen sich die hessischen  Aidshilfen mit der Umsetzung. Dazu wurden unter anderem neue Projekte initiiert, die Angebots-Lücken schließen.

50 Jahre nach Inkrafttreten des UN-Sozialpaktes gilt es daran zu erinnern, dass Gesundheit durch völkerrechtlich verbindliche Abkommen als Menschenrecht definiert wird. Der Zugang zu notwendigen Therapien und Schutzmöglichkeiten ist allen Menschen zu garantieren. Tatsächlich gab es in den vergangenen Jahren durch Kürzungen globaler Hilfsprogramme erhebliche Rückschritte bei der Versorgung von Betroffenen weltweit.

Auch in Deutschland ist der Zugang zu Prävention und Versorgung noch nicht für alle Menschen gewährleistet. Spezialisierte Angebote sind nicht flächendeckend vorhanden. Zudem bestehen Hürden für Menschen in bestimmten Lebenssituationen. Diskriminierungen, Rassismus und Stigmatisierung der Thematik HIV können diese noch verstärken.

Beim Fachtag werfen wir daher einen kritischen Blick auf Anspruch und Wirklichkeit von Gesundheit als Menschenrecht. Für einen Keynote-Vortrag begrüßen wir die Geografin Tanja Gangarova. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt beim Thema Rassismus im Gesundheitswesen. Anschließend werden wir das Thema mit weiteren Expert*innen im Rahmen einer Podiumsdiskussion vertiefen.

Am Nachmittag stehen wieder Workshops auf dem Programm, in denen es um praktische Handlungsfelder geht, um Gesundheit als Menschenrecht zu fördern. Eine der Gruppen wird sich mit der Auswirkung von queerfeindlicher Gewalt auf die Gesundheit der Betroffenen befassen. In der zweiten Arbeitsgruppe geht es um die Entwicklung von Maßnahmen, um die medizinische Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherungsschutz zu verbessern.

Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, den 04.11.26 von 09:30-15:30 Uhr (Einlass ab 09:00 Uhr.) im Community-Space "2og Dondorf" in Frankfurt-Bockenheim. (Gabriel-Riesser-Weg 3, 60325 Frankfurt am Main.)

Für Tagungsgetränke und einen veganen Mittagssnack ist Sorge getragen.

Der Teilnehmenden-Beitrag für Fachpublikum beträgt 20,00 Euro/Person. Menschen, die sich in der gesundheits-, beeinträchtigungs- oder suchtbezogenen Selbsthilfe engagieren oder nur über geringes Einkommen verfügen, können eine Beitragsbefreiung beantragen.

Informationen zum Programm und den Beitragenden werden an dieser Stelle noch ergänzt. Die Anmeldung ist bereits möglich. (Hier geht es zum Anmeldeformular.) Anmelde- und Teilnahmebestätigungen versenden wir ab Mitte September.

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